Skip to main content

Enddarm

 

Der Analkanal mit dem hochsensiblen Anoderm und der Schliessmuskelapparat garantieren in aller Regel die Kontinenz.

Erkrankungen des Enddarms/Afters

Am After gibt es verschiedene Krankheiten, so z.B. Hämorrhoiden, Fissuren (Schleimhautrisse), Fisteln, Abszesse, ein Rektumprolaps, Schliessmuskelschwäche, Tumoren oder Infektionen.

Symptome / Diagnose

Die häufigsten Beschwerden am After sind Frischblutabgang, Schmerzen bei der Stuhlentleerung, Juckreiz, plötzliche Vorwölbung (Prolaps) oder auch Inkontinenz. Die Abklärung erfolgt durch Chirurgen oder Gastroenterologen, sehr häufig auch gemeinsam in der interdisziplinären Sprechstunde. Neben der genauen Untersuchung mit dem Finger werden eine Anoskopie und eine Rektoskopie durchgeführt. Auch eine spezielle Druckmessung des Schliessmuskels (Analmanometrie) und die Ultraschall- untersuchung (Endosonographie) durch den After werden häufig eingesetzt.

Gastroenterologische Behandlung

Fissuren werden meist konservativ, das heisst mit Salben und Stuhlregulation behandelt. Bei gering ausgeprägten, symptomatischen Hämorrhoiden können Gummibandligaturen angelegt werden.
Eine neuere Methode zur Behandlung der Stuhlinkontinenz stellt die sakrale Nervenstimulation dar.

Chirurgische Behandlung

Die Abklärungen erfolgen interdisziplinär mit den Gastroenterologen. Die Operation von Hämorrhoiden anhand der Stapler-Methode gehört mit mehr als 400 Eingriffen pro Jahr zu den am häufigsten durchgeführten Operationen an unserem Spital. Die grosse Erfahrung wirkt sich auf die Patientenzufriedenheit aus wie die entsprechenden Rückmeldungen zeigen.

Weitere Operationen, die wir im Bereich der Proktologie anbieten sind die Behandlung von Stuhlinkontinenz mittels sacraler Nervenstimulation, die Fistelchirurgie inklusive Implantation eines Analfistulaplugs, die konservative und chirurgische Therapie der Fissuren, die transanale endoskopische mikroskopische Rektumchirurgie (sog. TEM).