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Gallenwege

Die Gallenblase liegt am Unterrand des rechten Leberlappens und fasst ca. 50ml. Sie speichert die in der Leber produzierte Galle, dickt sie ein und gibt sie bei Bedarf in den Zwölffingerdarm ab.

Gallensteine

Es gibt mehrere Arten von Gallensteinen. Ihre Entstehung ist entsprechend  vielfältig. Gallensteine treten vor allem bei Frauen auf und können eine familiäre Häufung zeigen.

Gallensteine bilden sich in der Gallenblase, können aber entlang der Gallenwege bis in den Darm wandern und auch dort Beschwerden verursachen.

Symptome

Gallenkoliken treten typischerweise nach fettreichen Mahlzeit auf und verursachen starke Schmerzen im rechten Oberbauch mit Ausstrahlung in den Rücken, begleitet von Übelkeit oder Erbrechen. Ein eingeklemmter Stein kann auch zu einer Gallenblasenentzündung mit kontinuierlichen Schmerzen führen, zu einer Gelbsucht oder zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Diagnose

Gallensteine und Gallenblasenentzündung werden durch die klinische Untersuchung, durch Laborwerte und Ultraschall diagnostiziert.

Um einen Gallengangstein auszuschliessen kann eine Magnetresonanz (MR) notwendig sein.

Therapiemöglichkeiten

Im Fall einer Gallenkolik muss man diese mit Schmerzmittel und Nahrungskarenz behandeln. Bei Gellenblasenentzündung sollten zusätzlich Antibiotika verabreicht werden.

Haben die Gallensteine zu Beschwerden geführt, ist eine Operation empfehlenswert. Diese sollte bei einer akuten Entzündung möglichst rasch erfolgen.

Chirurgische Behandlung

Bei einer Gallensteinoperation wird die Gallenblase mitsamt den Steinen entfernt. Wurden Gallensteine im Gallengang nachgewiesen, werden diese vor der Operation durch eine Magenspiegelung entfernt. Die Operation wird in der «Schlüssellochtechnik» durchgeführt. Heutzutage gibt es weitere, experimentelle Operationsmethoden. Dabei wird bei Frauen die Gallenblase durch die Scheide entfernt (NOTES).