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Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren

 

Schilddrüsenerkrankungen zeigen sich durch eine Vergrösserung und meistens auch knotige Umstrukturierung der Schilddrüse. Ausserdem können Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis oder der Morbus Basedow auftreten. Auch bösartige Tumoren können in einer knotig veränderten Schilddrüse enthalten sein.

Symptome / Diagnose

Eine vergrösserte Schilddrüse, die knotig umgebaut ist sollte entfernt werden, insbesondere wenn die Knoten grösser werden oder die vergrösserte Schilddrüse zu Atem- oder Schluckstörungen führt. Ein weiterer Grund für eine operative Entfernung kann eine Überfunktion, die mit Medikamenten alleine nicht behandelbar ist, sein. Verdächtige Knoten werden z. T. ultraschallgesteuert punktiert, sodass Gewebe untersucht werden kann. Sollten hier auf einen bösartigen Tumor verdächtige Zellen nachgewiesen werden ist das selbstverständlich auch ein Grund zur Operation. 
Präoperativ werden die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt und die Schilddrüse mittels Ultraschall untersucht. In speziellen Fällen wird zusätzlich eine Kernspintomographie oder eine nuklearmedizinische Untersuchung veranlasst.

Chirurgische Behandlung

Die Schilddrüse besteht aus einem rechten und linken Lappen, die immer komplett entfernt werden sollten. Über eine wenige Zentimeter messende quere Inzision knapp oberhalb des Brustbeines wird die Schilddrüse aufgesucht. Handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, so muss je nach Tumor-Stadium und –Art auch der gegenüberliegende Schilddrüsenlappen und das zugehörige Lymphgewebe entfernt werden. Bei der Operation wird der Stimmbandnerv mit modernstem Neuro-Monitoring aufgesucht, verfolgt und geschont. Werden beide Schilddrüsenlappen entfernt, müssen lebenslang Schilddrüsenhormone als Tablette substituiert werden. Bei bösartigen Tumoren ist allenfalls eine Nachbehandlung mit Radiojodtherapie erforderlich.

Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen sind vier etwa erbsengrosse Knötchen, die der Rückseite der Schilddrüsenkapsel anliegen. Die auch Epithelkörperchen genannten Drüsen produzieren das Parathormon. Dieser Botenstoff erhöht die Calciumkonzentration im Blut. Hierdurch kommt es zu einem Calciumabbau im Knochen, wodurch dieser instabil wird (Osteoporose).

Symptome / Diagnose

Dies ist das auch das Hauptsymptom einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen. So kann es aufgrund der Demineralisation des Knochens nach nur banalen Verletzungen zu Knochenbrüchen kommen. Ausserdem lagert sich das im Blut erhöhte Calcium z.B. als Nierensteine oder als Gallensteine ab. Weitere Erkrankungen können ein Magengeschwür oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein.

Diagnostisch erfolgt eine Blutuntersuchung, in der das Calcium, das Phosphat und das Parathormon bestimmt werden. Eventuell werden noch weitere Werte gemessen, die mit dem Calcium-Stoffwechsel in Zusammenhang stehen (z.B. Vitamin D). Da meistens nur eines der Epithelkörperchen für die Überfunktion verantwortlich ist, kommt der Lokalisationsdiagnostik eine grosse Bedeutung zu. Dies auch, weil z. T. die Operation minimalinvasiv erfolgen kann. Untersuchungsmodalitäten sind der Ultraschall, die Kernspintomographie und nuklearmedizinische Untersuchungen.

Chirurgische Behandlung

Die vier Epithelkörperchen sind jeweils oben und unten sowie rechts und links hinter der Schilddrüse gelegen. Ähnlich wie bei der Schilddrüsenoperation wird über eine wenige Zentimeter messende quere Inzision knapp oberhalb des Brustbeines die Schilddrüse aufgesucht und mobilisiert und die Epithelkörperchen freigelegt. Auch hier wird der Stimmbandnerv mit modernstem Neuro-Monitoring aufgesucht, verfolgt und geschont. Während der Operation wird das Parathormon mehrmals gemessen. Am zeitlichen Verlauf und Rückgang des Parathormonwertes kann noch während des Eingriffes der Erfolg der Operation überprüft werden.