Nationalfond fördert Studie zur Rolle der Immuntherapie beim Kolorektalen Karzinom
In seinem Entscheid vom Oktober diesen Jahres hat der Schweizerische Nationalfond den Antrag von PD Dr. Marco von Strauss und Torney für die RESIST Studie in einem kompetitiven Verfahren zur Förderung ausgewählt.
Bei RESIST untersuchen die Onkologie und Viszeralchirurgie unter der Leitung der Principal Investigators Prof. Dr. Dieter Köberle und Prof. Dr. Beat Müller, in wieweit nach einer Immuntherapie für kolorektale Karzinome unter bestimmten Voraussetzungen auf eine Operation verzichtet werden kann.
Im Rahmen der RESIST-Studie können sich Betroffene mit vollständig oder nahezu vollständig verschwundenem Tumor nach sorgfältiger Beurteilung durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam für eine aktive Überwachung entscheiden. Dabei erfolgen regelmässige bildgebende Untersuchungen, Darmspiegelungen und klinische Kontrollen. Sollte der Tumor erneut auftreten, soll dies frühzeitig erkannt und eine Operation oder andere geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Erweist sich diese Strategie als sicher, könnten künftig ausgewählte Betroffene eine grosse Operation und deren langfristige Folgen vermeiden. Gleichzeitig könnte die Krebsbehandlung stärker an den individuellen Eigenschaften des Tumors und seinem tatsächlichen Ansprechen ausgerichtet werden. Da auch die Lebensqualität der Patienten untersucht wird, kann nach der Studie auch die Frage nach der aus Patientensicht besten Behandlungsstrategie beantwortet werden.
Die Studie hat das Ethik Approval erhalten, sodass das interdisziplinäre Forschungsteam, zu dem auch Prof. Dr. Daniel Steinemann und Prof. Dr. Arnoud Templeton als Co PIs gehören, im Oktober erste Probanden für die Studie rekrutieren kann. Insgesamt beteiligen sich 24 Schweizer Zentren an der Studie (davon 14 Zentren des Clarunis Netzwerks und zahlreiche SCI Zentren).