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Lehre & Forschung

Grundlagenforschung

Im Forschungsbereich liegen die Schwerpunkte in der Grundlagenforschung in kolorektaler molekularer Onkologie und in der Hepatologie. Die drei Professuren der Hepatologie, Gastroenterologie und Viszeralchirurgie​​​​​​​ arbeiten eng verzahnt miteinander und bündeln so die Kräfte in der Forschung und Lehre:
 

Hepatologie Forschungsschwerpunkte:

Forschungsgruppe Prof. Dr. Markus Heim

Labor am Departement Biomedizin mit 10 Mitarbeitenden

Unsere Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der chronischen Hepatitis (Leberentzündung) und des hepatozellulären Karzinoms (Leberkrebs). Eine chronische Hepatitis entsteht hauptsächlich aufgrund von Infektionen mit dem Hepatitis B oder -C Virus, übermässigem Alkoholkonsum oder der Fettlebererkrankung. Wir untersuchen die Immunantwort auf die verschiedenen Hepatitisviren, um die Faktoren zu identifizieren die einen chronischen Krankheitsverlauf verursachen.

Das hepatozelluläre Karzinom gehört weltweit zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen mit einer hohen Mortalität. Eine bestehende chronische Hepatitis gehört zu den grössten Risikofaktoren für die Entstehung von Leberkrebs. Die Behandlungsmöglichkeiten beim fortgeschrittenen Leberkrebs sind limitiert und häufig verbunden mit Therapieresistenz. Unsere Forschungsgruppe untersucht die Ursachen für die limitierte Wirksamkeit der gegenwärtigen medikamentösen Therapien mit dem Ziel neue Wirkstoffe und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Forschungsgruppe PD Dr. Christine Bernsmeier

Labor am Departement Biomedizin mit 3 Mitarbeitenden

Die Leberzirrhose tritt als Folge unterschiedlicher Lebererkrankungen auf und nimmt aufgrund diverser Faktoren an ihrer Häufigkeit zu. Die hohe Sterblichkeit der Erkrankung ist interessanterweise nicht auf den Funktionsverlust der Leber selbst zurückzuführen, sondern meist auf zusätzliche Infektionen, die die Erkrankung entgleisen lassen. Warum Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose Infektionen nicht abwehren können und diesen erliegen, ist weitgehend unbekannt.

Wir untersuchen nun, wann und durch welche Mechanismen es zu einer Störung der körpereigenen Abwehr und damit zu einer Infektionsanfälligkeit kommt. Hierbei untersuchen wir insbesondere die Differenzierung und Funktion von gewissen Immunzellen, Monozyten und Markrophagen genannt. Wir erhoffen uns auch Therapieansätze zu finden, die die Immunantwort bei Leberzirrhose verbessern und somit den Krankheitsverlauf mildern und die Sterblichkeit verringern könnten. Ein genaues Verständnis der molekularen, pathophysiologischen Vorgänge ist dafür notwendig.

Gastroenterologie Forschungsschwerpunkte:

Forschungsgruppe Prof. Dr. Jan Niess

Labor am Departement Biomedizin mit 10 Mitarbeitenden

Ziel unserer Arbeitsgruppe ist zu entschlüsseln, wie mikrobielle Faktoren und Umweltfaktoren zur Entstehung entzündlicher Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes beitragen.  Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen besitzen Veränderungen im Metabolom (Stoffwechsel). Durch das genetische Ausschalten von Rezeptoren / Eiweissen, die zur Erkennung definierter Stoffwechselprodukte notwendig sind, untersuchen wir mechanistisch, wie definierte Stoffwechselprodukte die Entwicklung von Monozyten und Makrophagen (Fresszellen) steuern, welche Entzündungsmediatoren Makrophagen  nach Erkennung von mikrobiellen Stoffwechselprodukten  ausschütten, und wie diese Entzündungsmediatoren das Immunsystem des Magen-Darm-Traktes regulieren.


Forschungsgruppe PD Dr. Dr. Petr Hruz

In Kollaboration mit Prof. Dr. Gennaro de Libero am Departement Biomedizin

In der Entstehung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) geht man von einer überschiessenden Aktivierung des Immunsystems aus. In gewissen Patienten spielt dabei eine gestörte Schleimhautbarriere eine wichtige Rolle. Eine lokale Entzündung kann z.B. durch eindringende Erreger ausgelöst werden. In unserer Arbeitsgruppe interessieren wir uns daher für die Immunantwort von einer bestimmten Untergruppe von Immunzellen die sogenannte nichtpeptidische Antigene erkennen.

Es ist gegenwärtig nicht geklärt, welche Funktion diese Immunzellen im Darm von Patienten mit CED ausüben. Erste Analysen bei gesunden Kontrollen haben gezeigt, dass sich solche Zellpopulationen im Darm anders als die im Blut verhalten, weil sie wahrscheinlich ständig von der Mikroflora stimuliert werden. Unser Ziel ist es die Rolle dieser Zellen in der Entstehung von CED zu studieren. 

Die Analysen, die wir durchführen, können bei unterschiedlichen Mustern möglicherweise Rückschlüsse auf den individuellen klinischen Verlauf oder auf das Ansprechen einer Therapie bei einzelnen CED Patienten liefern.

 

Viszeralchirurgie Forschungsschwerpunkte:

Forschungsgruppe Prof. Dr. Markus von Flüe und Dr. Salvatore Piscuoglio

Labor am Departement Biomedizin mit 10 Mitarbeitenden

Unsere Arbeitsgruppe untersucht die genetischen Veränderungen und ihre Wechselwirkungen, die zur Entstehung von Krebs beitragen. Wir untersuchen insbesondere die Tumore des Verdauungstrakts, mit dem Ziel neue Biomarker zu identifizieren und charakterisieren.

Unsere Interessen liegen auch in der experimentellen Validierung neu entdeckter Krebsmolekülen um ihre Rolle bei der Tumorentstehung, -progression und/oder Therapieresistenz zu untersuchen. Zudem klären wir die klinische Bedeutung dieser Moleküle auf, um neuartige Krebstherapien zu entwickeln.

Klinische Forschung

Clarunis setzt mit da Vinci Xi® auf roboter-assistierte minimal-invasive Chirurgie. Prof. Dr. Markus von Flüe und sein Team haben in der roboter-assistierten Viszeralchirurgie eine Vorreiterrolle übernommen: Der da Vinci Xi® Roboter wird vor allem bei komplexen Operationen wie der Speiseröhrenentfernung, bei limitierten Platzverhältnissen wie beispielsweise im kleinen Becken und bei adipösen Patienten eingesetzt. 

Claraspital: Referenzzentrum für hochspezialisierte minimalinvasive da Vinci Xi®  Viszeralchirurgie
Dank seiner Kompetenzen und hoher Fallzahlen wurde das Claraspital zum Referenzzentrum für hochspezialisierte minimalinvasive da Vinci Xi®  Viszeralchirurgie ernannt: Hersteller Intuitive Surgical sendet Teilnehmer ihres da Vinci® Technology Training Programms zu Einführungen und Fortbildungen ans Claraspital. Schweizweit ist das Claraspital das erste und einzige da Vinci Xi® Referenzzentrum, europaweit eines der wenigen Zentren. 

Das da Vinci-System setzt sich aus dem eigentlichen Roboter mit beweglichen Armen, die eine Kamera und Instrumente tragen, einer zentralen Recheneinheit und einer Operationskonsole zusammen. 

Während des Eingriffs befindet sich der Chirurg nicht wie sonst üblich direkt am Operationstisch, sondern er steuert die Operationsinstrumente mit kleinen beweglichen Joysticks von der Operationskonsole aus. Dabei setzt der Roboter die manuellen Bewegungen des Operateurs zittergefiltert exakt um.

Vorteile mit dem da Vinci-System
Ausser den Errungenschaften der Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie) wie kleinere Hauschnitte, weniger Blutverlust und weniger postoperative Schmerzen sowie einer rascheren Erholung und Genesung, bietet das da Vinci-System deutliche Vorteile durch eine Verbesserung des Bewegungsumfangs und der Bewegungspräzision der Instrumente. Im Gegensatz zu laparoskopischen Instrumenten, die in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, haben die Instrumente des da Vinci Gelenke, so dass diese in alle Raumrichtungen gedreht werden können mit den gleichen Freiheitsgraden wie eine menschliche Hand.

Die Steuerung ist sehr intuitiv, sodass sich nach kurzer Zeit das Gefühl einstellt, Hände und Instrumente verschmelzen miteinander. Die Bewegungsfreiheit der Roboterarme mit den ausgefeilten Instrumenten sowie die hochauflösende 3D-Sicht mit bis zu 10-facher Vergrösserung des Operationsgebietes lässt wichtige Strukturen besser erkennen. 

Lehre


Basler Laparaskopiekurs - simulationsbasiertes Training für angehende Chirurgen
Die Lernkurve der laparoskopischen Chirurgie ist im Vergleich zur offenen Chirurgie deutlich länger, umso wichtiger ist das Erlernen der laparaskopischen Fähigkeiten. Clarunis Universitäres Bauchzentrum Basel bietet vor diesem Hintergrund viermal pro Jahr den «Basler Laparoskopiekurs» an, schweizweit der älteste, regelmässig durchgeführte Basiskurs für minimal invasive Schlüssellochtechnik. Sie sind angehende/r Chirurg/in und haben auch Interesse an einer Teilnahme an diesem schweizweit hoch angesehenen Kurs?

Mehr über den Basler Laparaskopiekurs